Über uns

Wer sind Wir?

Nicht nur der Krieg mit Waffen sondern auch der Wirtschaftskrieg gegen die Armen ist weiterhin weltweit in vol­lem Gange. Der unerklärte Wirtschaftskrieg hat seit dem 2.Weltkrieg weit mehr Tote gefordert als alle militäri­schen Ausei­nandersetzungen zusammen. Und eine Ende ist auch hier nicht in Sicht. In den Verlaut­barungen der SPD-Grünen Bundesregie­rung hört sich das wie folgt an:

Der freie Welthandel soll weltweiten Reichtum und Wohlstand für alle Menschen schaffen. Die Welthandelsorganisation (WTO) will deshalb nicht nur den Handel an Waren sondern auch die Agrarmärkte , den Handel mit Dienstleis­tungen und den weltweiten Schutz geistigen Eigentums sichern. Der Internationale Währungsfond (IWF) sorgt mit seinen Strukturanpassungsprogramm dafür dass auch die 3.Welt fit für den Weltmarkt wird, ihre Schulden an Banken und die reichen Industriestaaten zurückzahlt , die Staatsausgaben senkt, die Armut be­kämpft und die Frauen fördert . Schöne neue Welt.

Doch warum gibt es immer wieder Massenproteste, Hunger- und Brot-aufstände wie zuletzt in Argentinien, das sich folgsam an die Auflagen des IWF gehalten hat?

Warum steigt die Zahl der Hungern-den , wenn Agrarmultis billigen Gen-Mais oder Getreide in die 3.Welt ohne Zoll­schranken exportieren können? Warum die Zahl der Durs­tigen wenn Wasser zur Ware wird?

Warum durfte die südafrikanische Regierung keine billigen AIDS-Medikamente an die Bevölkerung verteilen?

Warum sind die Schulden der „3.Welt“ trotz aller Maßnahmen seit den 70ziger Jahren ständig auf nunmehr weit fast 2500 Mrd US$ gestiegen?

Globalisierung ist das neue Modewort und in aller Munde

Doch an den Verbrechen am weltweiten Tatort Globalisierung hat sich nichts geändert:

So stirbt nach wie vor alle drei Sekunden ein Kind weltweit an Un­terer­nährung oder weil es an 2 Dollar für ein einfaches Medikament fehlt – mehr als 10 Millionen Kinder im Jahr.

Ob Hartz , Rürup oder Agenda 2010: Kein Tag vergeht, ohne dass neue Vorschläge zum Abbau hart er­kämpfter so­zialer Errungen-schaften in die öffentli­che Diskussion gebracht werden.

Privatisierung ist das neue Zauberwort, daß angeblich alle Probleme löst: Privatisierung der sozialen Daseins­fürsorge wie Gesundheitswesen, Renten-systeme , Bildung, Wasserver-sorgung , Elektrizitäts­versor-gung usw. Bislang sollte die 3. Welt von uns lernen. Jetzt können wir von der 3.Welt lernen. In Chile, dem ehemaligen Muster­schüler des IWF sind die Folgen der Privatiserungen zu besichtigen. Dort habe die Militärs die öffentli­che Renten-versicherung schon lange platt gemacht...

Ein Kommentar erübrigt sich.

Die Privatisierung von Dienst-leistungen wie zB Wasserver-sorgung oder Gesundheit in Folge der be­reits durchgeführten und noch bevorstehenden Liberalisie-rungen durch das GATS-Abkom-men im Rahmen der WTO ist ein gigantischer Markt von mehreren Tau­send Milliarden Dollar. Die internatio­nalen Konzerne stehen schon in den Startlöchern. Und es sind schon Kriege für wesentlich weni­ger geführt worden...

In der BRD wurde mit der sogenannten Rentenreform bereits die Abkehr vom Solidaritätsprinzip und der paritätische finanzierten Al­tersvorsorge eingeleitet. Auch im Gesundheitswesen ist eine wei­tere Entsolidari­sierung und der Marsch in die gesundheitliche Minimalvorsorge geplant.

Krieg darf nicht nicht wieder hoffähig werden!

Der globale Kreuzzug gegen das Böse ist in vollem Gange. Wer heute gut ist kann morgen böse sein. Der Dik­tator Saddam Hussein war solange gut bis er nicht mehr mit der US-Regierung koope­rierte. Dann wurde er zum Bösen. Die Unterdrückung der iraki­schen Bevölkerung hat sich dabei nicht geändert.

Im sogenannten Krieg gegen der „Terror“ oder das „Böse“ werden völker­rechtswidrig auch Benzin-bomben , Streu­bomben und Uran-mantelgeschosse eingesetzt. Ein Großteil davon trifft die Zivil-bevölkerung , ob im Krieg gegen Irak, Jugoslawien oder Afghanistan. Zielgerichtet wird die zivile Infrastruktur, werden Schulen Kranken­häuser, Wasser und Elektrizitätsversorgung zerstört.

Die Bundesregierung von SPD und Grünen hat den Krieg auch in der BRD wieder hoffähig gemacht: Für hehre Ziele selbstverständ­lich: Schutz und Verteidigung der Menschenrechte und Frauen­rechte weltweit. Wir sind die Guten. In den verteidigungspolitischen Richtlinien steht unver­blümt, dass die Bundeswehr zu weltweit einsatz-bereiten Krisen­reaktions-kräften umgebaut werden muß , u-a- um die deutschen Rohstoffinteressen weltweit zu sichern. Dazu wird auch der 20 MRD EURO teure Airbus 400 gebraucht. Die Bundeswehr soll die deutschen Interessen am Hindukusch verteidi­gen sagt uns Kriegsminister Struck... Oder im Kongo wegen dem Rohstoff Coltan der für Handys benötigt wird?

Der Krieg gegen die Menschen im Irak und die Zerstörung großer Teile der Infrastruktur war, ist und bleibt ein völkerrechts-widriger Angriffskrieg und muß als solcher gebrandmarkt werden. Jede direkte und indirekte Un­terstützung die­ses Krieges muss als solche verur­teilt und geahndet werden. Dies gilt insbesondere auch für die tätige Beihilfe der SPD-Grünen-Bundesregierung in Form von Überflugrech­ten, Fuchsspürpanzer, Awacs , Patriotraketen , usw.

Alle die direkt oder indirekt für den völkerrechtswidrigen An­griffs­krieg verantwortlich sind müssen der iraki­schen Bevölkerung den Schaden ersetzen durch Reparations-zah­lungen .

Die Besatzungstruppen im Irak müssen sofort abgezogen werden. Stattdessen unter-stützen wir die de­mokra­tischen und linken Kräfte im Irak.

Für uns als InternationalistInnen ist es der blanke Hohn, wenn sich heute ein System als überlegen bezeichnet, das dafür verantwortlich ist,

dass fast die Hälfte der Menschheit hungert und jährlich Millionen von Kin­dern allein deswegen sterben müs­sen, weil sie zu wenig zu essen ha­ben oder unzureichend ärztlich versorgt sind.

dass eine Milliarde Menschen in Slums leben und keine Arbeit haben.

dass die natürlichen Lebensgrundlagen auf der Erde aufgrund von hemmungslosen Profitstreben unwiderruf­lich im­mer mehr zerstört wird.

dass die Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen weltweit aufrechterhalten bzw. noch weiter intensiviert wird.

dass die Sklaverei und der Kolonialismus heute durch moderne bzw. „zivilisierte“ Ausplünderungsmethoden wie Ver­schuldung und andere Weltmarktabhängigkeiten ersetzt worden sind.

Auch wenn es die WTO beschließt: Wie kann jemand die Natur die Natur patentieren und behaupten das Pa­tent gehöre ihm. Wie kann jemand so anmaßend sein zu behaupten ihm gehöre der Boden, das Was­ser die Luft, die es seit Millionen Jahren schon gibt?

Wir setzen uns für eine solidarische Welt ein, in der alle Menschen in Würde leben können, ohne Aus­beutung, Hunger und Unterdrückung. Wir setzen uns für ein Wirtschaftssystem ein, in dem Mensch und Umwelt nicht lästige Kostenfaktoren sind, sondern unsere Be-dürfnisse , Arbeits- und Lebensbe­dingungen im Mittelpunkt stehen.

Internationalismus ist für uns nicht karikative Hilfe oder bloße Unterstützung von Befreiungsbewegungen . Inter­natio­nalismus heißt für uns vor allem, auch Aufzeigen der Ursachen für die Ausbeutung, millionenfache Not, und Elend in der „3.Welt“ und die Bekämpfung der Verantwortlichen hier bei uns in den Metropolen - Konzerne, Ban­ken und ihre Regierungen. Und da wir in der BRD leben, müssen wir uns um „Unsere“ kümmern...

Wer sich nicht bewegt spürt seine Fesseln nicht!

Für eine Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg!

Aktionskreis Internationalismus Karlsruhe (AKI)

Treffen : jeden 1. Donnerstag im Monat 20.00 Uhr

im AKI-Büro (Gewerbehof 3.OG), Steinstr. 23, 76133 Karlsru

  |  Über uns | Impressum | webmaster@aki-karlsruhe.de