Rettet Hasankeyf-
Karlsruher Initiativen gegen Staudammprojekt
Informations- und Benefizveranstaltung
mit Ercan Ayboga (Sprecher der Initiative zur Rettung von Hasankeyf)
Livemusik mit Ali Baran
Wo: ver.di-Haus
(Großer Saal) 7.OG, Rüppurrerstr.1a, 76137 Karlsruhe
Wann: Freitag, den
14.Dezember 2007,19.30 Uhr
Über die Hintergründe und Folgen des Ilisu-Staudamms und den Widerstand in der betroffenen Region berichtet Ercan Ayboga. Es gibt Redebeiträge und einen Film über das geplante Staudammgroßprojekt
Für Essen und Trinken ist gesorgt.
VeranstalterInnen:
Flüchtlingskinder Diyabakir e.V. und Aktionskreis
Internationalismus Karlsruhe (AKI)
Mit Unterstützung von ver.di
Mittelbaden-Nordschwarzwald, EU Bürgerinitiative Karlsruhe, Kulturkreis
Kurdistan Karlsruhe u.a.
Kontakt: www.fluechtlingskinder-Diyarbakir.de,
www.aki-karlsruhe.de, www.weed-online.org/ilisu
Gegen Vertreibung und Ökokatastrophe
durch den geplanten Ilisu-Staudamm in der kurdischen
Südosttürkei!
Trotz massiver
Proteste der betroffenen Bevölkerung will die türkische Regierung mit dem Bau
eines Mammut-Staudamms in den kurdischen Landesteilen beginnen, angeblich zur
Modernisierung der armen südostanatolischen Provinzen. Doch 80 % der BewohnerInnen in der am meisten betroffenen Provinz Batman
lehnten das Projekt ab. Für sie ist der Staudammbau eine Fortsetzung der
Dorfzerstörungen und ethnischen Säuberungen der 90er Jahre mit anderen Mitteln.
Bis zu 55000 Menschen müssten zwangsumgesiedelt werden, wenn ihre Dörfer oder
ihr Ackerland in den Fluten des 300 Quadratkilometer großen Stausees
untergehen. Schon heute leben viele von anderen Staudämmen Vertriebene in den
Elendsvierteln von Diyarbakir und Batman.
Durch den Stausee würde die
10.000 Jahre alte mesopotamische Stadt Hasankeyf, ein
einmaliges Kulturerbe der Menschheit an der Seidenstraße mit dem historischen
Erbe von u.A. Kurden, Armeniern, Assyrern überflutet.
Bedroht von der Überschwemmung sind einzigartige archäologische Monumente wie
die Pfeiler einer gewaltigen mittelalterlichen Tigrisbrücke, Moscheen aus dem
15. Jahrhundert und Zehntausende seit Urzeiten bewohnte Höhlenwohnungen. Mit
dem Aufstauen des wertvollen Wassers könnte die Türkei zudem Syrien und Irak
unter Druck setzten und internationale Konflikte hervorrufen.
Der mindestens 1,2 Milliarden
€ teure Ilisu-Damm soll u.A.
von VA Tech Hydro, dem
Stuttgarter Baukonzern Ed. Züblin AG sowie der Fa. Alstom bebaut werden. Die Bundesregierung hat am
26. März 2007 beschlossen, Exportkreditgarantien in Höhe von 93 Mio € zu gewähren. Die DekaBank,
ein Zentralinstitut der deutschen Sparkassen, finanziert mit 114 Mio € Vertreibung, Umwelt- und Kulturzerstörung!
Keine
Kredite für den Staudamm! Noch können wir das Projekt wie schon vor 6 Jahren
verhindern!
Kontakt und Infos: www.aki-karlsruhe.de, www.weed-online.org/ilisu