Der Aktionskreis Internationalismus informiert:

Aktionskreis Internationalismus Karlsruhe (AKI), Steinstr.23,76133 Karlsruhe

 info@aki-karlsruhe.de

Karlsruhe, den 5.12.2007

 

Rettet Hasankeyf- Karlsruher Initiativen gegen Staudammprojekt

Informations- und Benefizveranstaltung

mit Ercan Ayboga (Sprecher der Initiative zur Rettung von Hasankeyf)

Livemusik mit Ali Baran

 

Wo:   ver.di-Haus (Großer Saal) 7.OG, Rüppurrerstr.1a, 76137 Karlsruhe

Wann:   Freitag, den 14.Dezember 2007,19.30 Uhr

Über die Hintergründe und Folgen des Ilisu-Staudamms und den Widerstand in der betroffenen Region berichtet Ercan Ayboga. Es gibt Redebeiträge und einen Film über das geplante Staudammgroßprojekt

Für Essen und Trinken ist gesorgt.

VeranstalterInnen: Flüchtlingskinder Diyabakir e.V. und Aktionskreis Internationalismus Karlsruhe (AKI)

Mit Unterstützung von ver.di Mittelbaden-Nordschwarzwald, EU Bürgerinitiative Karlsruhe, Kulturkreis Kurdistan Karlsruhe u.a.

Kontakt: www.fluechtlingskinder-Diyarbakir.de, www.aki-karlsruhe.de, www.weed-online.org/ilisu

 

Gegen Vertreibung und Ökokatastrophe

durch den geplanten Ilisu-Staudamm in der kurdischen Südosttürkei!

Trotz massiver Proteste der betroffenen Bevölkerung will die türkische Regierung mit dem Bau eines Mammut-Staudamms in den kurdischen Landesteilen beginnen, angeblich zur Modernisierung der armen südostanatolischen Provinzen. Doch 80 % der BewohnerInnen in der am meisten betroffenen Provinz Batman lehnten das Projekt ab. Für sie ist der Staudammbau eine Fortsetzung der Dorfzerstörungen und ethnischen Säuberungen der 90er Jahre mit anderen Mitteln. Bis zu 55000 Menschen müssten zwangsumgesiedelt werden, wenn ihre Dörfer oder ihr Ackerland in den Fluten des 300 Quadratkilometer großen Stausees untergehen. Schon heute leben viele von anderen Staudämmen Vertriebene in den Elendsvierteln von Diyarbakir und Batman.

Durch den Stausee würde die 10.000 Jahre alte mesopotamische Stadt Hasankeyf, ein einmaliges Kulturerbe der Menschheit an der Seidenstraße mit dem historischen Erbe von u.A. Kurden, Armeniern, Assyrern überflutet. Bedroht von der Überschwemmung sind einzigartige archäologische Monumente wie die Pfeiler einer gewaltigen mittelalterlichen Tigrisbrücke, Moscheen aus dem 15. Jahrhundert und Zehntausende seit Urzeiten bewohnte Höhlenwohnungen. Mit dem Aufstauen des wertvollen Wassers könnte die Türkei zudem Syrien und Irak unter Druck setzten und internationale Konflikte hervorrufen.

Der mindestens 1,2 Milliarden € teure Ilisu-Damm soll u.A. von VA Tech Hydro, dem Stuttgarter Baukonzern Ed. Züblin AG sowie der Fa. Alstom bebaut werden. Die Bundesregierung hat am 26. März 2007 beschlossen, Exportkreditgarantien in Höhe von 93 Mio € zu gewähren. Die DekaBank, ein Zentralinstitut der deutschen Sparkassen, finanziert mit 114 Mio € Vertreibung, Umwelt- und Kulturzerstörung! 

Keine Kredite für den Staudamm! Noch können wir das Projekt wie schon vor 6 Jahren verhindern!

Kontakt und Infos: www.aki-karlsruhe.de, www.weed-online.org/ilisu